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Pressearbeit ist ein nicht zu unterschätzender Teil von PR, jedoch will der Umgang mit Journalisten auch gelernt sein. Es ist wichtig, die Spielregeln zu kennen, damit man im Journalistengespräch punkten kann. Lesen Sie in diesem Beitrag die wichtigsten Do’s and Dont’s im Umgang mit der Presse, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen und Ihr Produkt oder Ihr Unternehmen in den Medien in ein gutes Licht zu stellen.

Journalisten sind zunächst einmal auch nur Menschen wie du und ich. Journalisten sind per se weder gut noch schlecht, weder nett noch hinterfotzig, weder Freunde noch Feinde. Daher braucht man auch keine Berührungsängste zu haben. Journalisten sind von Haus aus neugierige Menschen und wollen in die Tiefe gehen. Fragen stellen ist ihr Geschäft. Sie wollen sich ihre eigene Meinung bilden und sie wollen für ihre Leser gute und interessante Berichte schreiben. Daher wollen sie Stimmungen aufnehmen und gehen stets mit offenen Augen durch den Tag, auch wenn sie nicht im Dienst sind. Journalisten interessiert das Neue, das Besondere, das Außergewöhnliche, der Mensch hinter einem Produkt ebenso wie das Skurille, das Negative, das Hoppala.

Was erwarten sich Journalisten von einem Gesprächspartner?

  • einen unvoreingenommenen, respektvollen Umgang
  • Ehrlichkeit
  • Professionalität
  • Interessante Informationen
  • News Daten, Zahlen, Fakten
  • Klare Sprache: kurz, prägnant, bildhaft

Was nervt Journalisten?

  • Presseaussendungen mit irrelevanten Themen/ohne Nachrichtenwert
  • Anrufe während der Redaktionskonferenz oder am Nachmittag kurz vor Redaktionsschluss
  • Nichterreichbarkeit oder keine Reaktion auf Anfragen
  • Unehrlichkeit
  • Schönfärberei oder Lobhudelei statt Fakten
  • Um den heißen Brei herumreden
  • Überheblichkeit
  • Telefonisches Nachfassen von Presseaussendungen
  • Unprofessionelles Pressematerial

Journalistengespräche sind sensibel und anspruchsvoll, daher sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Grundsätzlich stellt aber auch jede Medienanfrage eine Chance dar, nämlich die Chance, Ihre Firma, Ihr Produkt oder Sie als Menschen und Repräsentanten des Unternehmens oder der Organisation in der Presse zu präsentieren – mit Fingerspitzengefühl und einer guten Vorbereitung können Sie diese Chance für Ihr Produkt oder Unternehmen nutzen. Gerne bieten wir Ihnen ein maßgeschneidertes und individuelles Medientraining oder einen Workshop für Ihre Mitarbeiter zu diesem Thema an.

Fotos sind für die klassische Pressearbeit enorm wichtig, oft entscheidet das Bild, ob eine Story Eingang in eine Zeitung oder ein Magazin findet. Hingegen haben Presseinformationen mit schlechtem Fotomaterial kaum eine Chance in den Medien. Ein Pressefoto ist journalistisch dann interessant, wenn es etwas Ungewöhnliches oder ein neues Motiv zeigt, das ansprechend oder ästhetisch ist. Wichtig: das Pressefoto muss zum Content passen.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Gute Bilder sorgen für erhöhte Aufmerksamkeit. Interessante Bilder wecken das Interesse, können die Emotion des Betrachters direkt stimulieren und bleiben länger in Erinnerung. Im Journalismus gilt: Menschen sind Nachrichten. Daher sind Personen in Handlung, etwa bei Betriebsabläufen wie beispielsweise ein Arbeiter an einer Maschine, beliebte Presse-Motive.

Hier unsere Tipps für gute Pressefotos:

1. Pressefotos müssen qualitativ hochwertig (300 dpi) und druckfähig sein. Für Online-Berichte reichen Fotos mit 72 dpi.

2. Jedes Pressefoto muss eine Aussage haben und einen Informationswert besitzen. Im Idealfall vermittelt das Pressefoto die Kernbotschaft.

3. Gute Pressefotos haben eine Bild-Aussage, die zum Kontext passt. Das Wesentliche steht im Vordergrund. Hier gilt: Weniger ist mehr. Zu viele Details lenken von der Hauptaussage ab.

4. Das gute Pressefoto ist originell und lebendig, strahlt Atmosphäre aus.

5. Ein gutes Pressefoto braucht Bewegung/ Dynamik: Menschen in Aktion sind interessanter als ein einfaches Gruppenbild.

6. Ein Portrait ist ein Statement – Emotion, Stimmung, Umfeld miteinfangen.

7. Bei einem Business-Portrait muss die Person sympathisch, authentisch, kompetent, seriös … wirken und je nach Auftrag auch natürlich, entspannt etc.

8. Bei der Wahl einer Location für Portraits das Arbeitsumfeld, die Wirkungsstätte miteinbeziehen. So werden die Bilder persönlicher, transportieren Individualität und Authentizität.

9. Branding/ Placement sensibel einsetzen, ein Logo etc. kann zu sehen sein, aber sollte nicht im Mittelpunkt des Fotos stehen.

10. Vielfalt macht sich bezahlt. Halten Sie für die Presse mehrere Motive mit verschiedenen Blickwinkeln bereit, jeweils in Quer- und Hochformat. Ideal ist eine Auswahl an Detailbildern und Übersichtsbildern.

11. Wichtig ist auch die Bildunterschrift (Vor- und Zuname der gezeigten Person und Funktion) sowie die Angabe des Copyrights und ggf. auch der Name des Fotografen.