Fotos sind für die klassische Pressearbeit enorm wichtig, oft entscheidet das Bild, ob eine Story Eingang in eine Zeitung oder ein Magazin findet. Hingegen haben Presseinformationen mit schlechtem Fotomaterial kaum eine Chance in den Medien. Ein Pressefoto ist journalistisch dann interessant, wenn es etwas Ungewöhnliches oder ein neues Motiv zeigt, das ansprechend oder ästhetisch ist. Wichtig: das Pressefoto muss zum Content passen.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Gute Bilder sorgen für erhöhte Aufmerksamkeit. Interessante Bilder wecken das Interesse, können die Emotion des Betrachters direkt stimulieren und bleiben länger in Erinnerung. Im Journalismus gilt: Menschen sind Nachrichten. Daher sind Personen in Handlung, etwa bei Betriebsabläufen wie beispielsweise ein Arbeiter an einer Maschine, beliebte Presse-Motive.

Hier unsere Tipps für gute Pressefotos:

1. Pressefotos müssen qualitativ hochwertig (300 dpi) und druckfähig sein. Für Online-Berichte reichen Fotos mit 72 dpi.

2. Jedes Pressefoto muss eine Aussage haben und einen Informationswert besitzen. Im Idealfall vermittelt das Pressefoto die Kernbotschaft.

3. Gute Pressefotos haben eine Bild-Aussage, die zum Kontext passt. Das Wesentliche steht im Vordergrund. Hier gilt: Weniger ist mehr. Zu viele Details lenken von der Hauptaussage ab.

4. Das gute Pressefoto ist originell und lebendig, strahlt Atmosphäre aus.

5. Ein gutes Pressefoto braucht Bewegung/ Dynamik: Menschen in Aktion sind interessanter als ein einfaches Gruppenbild.

6. Ein Portrait ist ein Statement – Emotion, Stimmung, Umfeld miteinfangen.

7. Bei einem Business-Portrait muss die Person sympathisch, authentisch, kompetent, seriös … wirken und je nach Auftrag auch natürlich, entspannt etc.

8. Bei der Wahl einer Location für Portraits das Arbeitsumfeld, die Wirkungsstätte miteinbeziehen. So werden die Bilder persönlicher, transportieren Individualität und Authentizität.

9. Branding/ Placement sensibel einsetzen, ein Logo etc. kann zu sehen sein, aber sollte nicht im Mittelpunkt des Fotos stehen.

10. Vielfalt macht sich bezahlt. Halten Sie für die Presse mehrere Motive mit verschiedenen Blickwinkeln bereit, jeweils in Quer- und Hochformat. Ideal ist eine Auswahl an Detailbildern und Übersichtsbildern.

11. Wichtig ist auch die Bildunterschrift (Vor- und Zuname der gezeigten Person und Funktion) sowie die Angabe des Copyrights und ggf. auch der Name des Fotografen.

Presseinformationen zu schreiben, die von Medien auch aufgegriffen werden, erfordern vor allem eines: journalistisches Gespür und ein wenig Handwerkszeug. Hier 6 Tipps von PR-Expertin Angela Pengl-Böhm für eine gelungene Presseaussendung.

 

1. Relevantes Thema
Eine Presse-Information oder Aussendung heißt so, weil sie einen einzigen Zweck erfüllen muss: die Presse über Neues, Neuigkeiten zu informieren. Nicht mehr und nicht weniger. Der Anlass für eine Presse-Aussendung sollte relevant sein: der Pressetext muss den Journalisten eine Information geben, die für ihre Leser interessant ist. Anlässe und Themen für Presse-Aussendungen gibt es zur Genüge. Der Verfasser der Presse-Aussendung sollte jedenfalls beachten, nach welchen Kriterien Medien ihre Berichterstattung steuern: Aktualität, Neuigkeitswert, der berühmte News-Faktor, Prominenz, das Außergewöhnliche, aber niemals das Alltägliche. Die meisten Journalisten haben gelernt: Hand beißt Mann, ist keine Story. Mann beißt Hund ist eine Story.

 2. Überzeugender Titel
Damit eine Presse-Information in der Flut der Emails, die jeder Journalist tagtäglich bekommt, auch wahrgenommen wird, braucht es einen aussagekräftigen Titel und einen gut geschriebenen Lead oder Vorspann, der die wichtigsten Informationen enthält. Der Anfang muss den Journalisten überzeugen, sonst wird der Text nicht gelesen.

 3. Guter Text
Wer Presse-Informationen schreibt, sollte die journalistischen Grundregeln für gute Texte kennen. Ein Pressetext beantwortet jedenfalls die journalistischen W-Fragen: Wer hat was wann wo wie warum getan und enthält im Idealfall auch ein bis zwei Zitate von einer Person, die zu dem Thema etwas zu sagen hat, sei es der Firmenchef oder der Produktentwickler, der Experte, der Arzt oder der Stratege.

 4. Niemals ohne Bild
Sehr oft entscheiden Redaktionen darüber, ob eine Story in die Zeitung oder das Magazin kommt, ob es qualitativ hochwertiges Fotomaterial gibt. Eine gelungene Presse-Aussendung benötigt zumindest zwei bis drei aussagekräftige Bilder inklusive Angabe des Copyrights.

 5. Informationen
Und am Ende einer Presse-Aussendung muss zwingend ein Kontakt und ein Ansprechpartner mit Telefon-Nummer und Email-Adresse für Rückfragen stehen. Denn nichts ist schlimmer, als wenn der Journalist Interesse an dem Thema gefunden hat und dann nicht weiß, wohin er sich mit seinen Fragen wenden kann. Idealerweise enthält der Abbinder auch relevante Informationen zum Unternehmen.

6. Presseverteiler
Der richtige Presseverteiler ist schlußendlich das Tüpfchen auf dem I. Nur wenn die Presse-Aussendung an die richtigen Journalisten, die sich mit dem Thema oder Fachgebiet auch beschäftigen und an die richtigen Medien versandt wird, gibt es eine Chance, dass das Thema auch übernommen wird. Ein guter Presseverteiler unterscheidet zwischen regionalen Medien, Tageszeitungen, Fachmedien und den diversen Print-Magazinen zu unterschiedlichsten Themen von Lifestyle über Mode, Auto, Reise, um nur einige zu nennen, und natürlich die vielen Online-Magazine.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Sehr gerne bieten wir Schreib-Workshops als Präsenz- oder Online-Training für gute Pressetexte an. Sollten Sie Unterstützung beim Texten oder beim Versand einer Presseinformation benötigen, schreiben Sie uns jederzeit gerne ein E-Mail!

 

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Immer wieder werde ich von Freunden und Bekannten, Schülern und Studenten gefragt, was ich als PR-Beraterin und Trainerin überhaupt so mache. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn mein Arbeitsalltag ist bunt und vielfältig, und genau das ist das Coole an diesem Job.

Unsere Themen sind Kommunikation und Information – das ist klar. Aber in Wirklichkeit ist man gerade in einer kleinen Agentur ein Jongleur. Man jongliert zwischen den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden und jenen der Journalisten.

Oft jongliere ich mit 15 und mehr Bällen gleichzeitig. Die Bälle sind meine Themen, die auf meinem Tisch liegen. Ich betreue in der Regel fünf bis acht Kunden – und da gibt es schon jede Menge To Do’s und Dinge, die zu beachten sind, jede Menge Emails die geschrieben und beantwortet werden müssen. Da heißt es Prioritäten setzen und meistens auch gut organisiert sein.

Ich verstehe mich prinzipiell als Dienstleister. Und zwar in beide Richtungen. Ich berate meine Kunden, entwerfe mit Ihnen medientaugliche Projekte, ich gebe in meinen Trainings und Coachings mein Wissen und meine Erfahrung aus mehr als 25 Jahren Journalismus und PR weiter Und auf der anderen Seite bin ich Ansprechpartner für die Journalisten. Ich habe selbst lange genug bei diversen Medien und beim Fernsehen gearbeitet und kenne daher die Bedürfnisse sehr genau.

Medienanfragen haben bei mir oberste Prio. Egal, ob der Journalist nur einen Pressetext benötigt, hochauflösende Fotos möchte, einen Interview-Partner sucht oder einfach nur ein paar Informationen wünscht.

Als Agentur entwerfen wir für unsere Kunden PR-Strategien. Wir hinterfragen die Ziele, die Zielgruppe, wir entwickeln eine Kommunikationsstrategie und schlagen verschiedene Maßnahmen vor. Sehr oft ist es klassische Pressearbeit, die von unseren Kunden erwartet wird: Presseinformationen schreiben, Presseaussendungen an die Medien versenden, Interviews und Pressegespräche organisieren. Mehrmals pro Jahr organisieren wir auch Pressereisen.

Natürlich sind wir auch online aktiv, wir betreuen Social Media Kanäle, wir liefern gute Online-Texte und arbeiten mit Influencern zusammen. Social Media und Blogger-Relations sind aus unserem Berufsalltag nicht mehr wegzudenken.

PERSÖNLICHE KONTAKTE SIND DAS A & O

Aber gerade in unserer digitalen Welt gewinnen die persönlichen Kontakte wieder an Bedeutung. Mit persönlich ist es wichtig, mit den wichtigsten Journalisten und Influencern auch im Gespräch zu bleiben, sich einmal entschleunigend auf einen Kaffeetratsch zu treffen und sich ganz konservativ auszutauschen. Die Qualität eines persönlichen Kontaktes ist unvergleichlich. Und auch mit unseren Kunden pflegen wir langjährige, wertschätzende Beziehungen.

Was noch alles dazugehört: lesen, sich informieren, die Themen und Trends der Zeit kennen, einfach uptodate zu sein.

Welche Qualifikation es braucht: als PR-Berater braucht man ein gutes Kommunikationsverständnis und Liebe im Umgang mit Menschen. Man muss sich in der Rolle des Dienstleisters wohlfühlen, man sollte gut schreiben und vielleicht noch besser zuhören können. Eine Prise Kreativität und Organisationstalent können auch nicht schaden. Als PR-Berater braucht man jedenfalls Ausdauer, manchmal gute Nerven und Stressresistenz.

Falls Sie StudentIn sind und vielleicht einmal ein Praktikum in einer kleinen, inhabergeführten Boutique-PR-Agentur machen möchten, dann schreiben Sie uns einfach hier.